Messer

messerImmer wieder wird u.a. in Internetforen diskutiert, ob ein Messer zur Selbstverteidgung sinnvoll ist.

Um das Ergebnis dieser Frage gleich vorweg zu nehmen – wir raten dringend ab, ein Messer mit sich zuführen. Zum einen besteht immer die massive Gefahr, mit einem Messer in Konflikt mit dem Gesetz zu geraten. Ein Messer kann je nach Beschaffenheit unter das Waffengesetz fallen. Ein solches Messer mitzuführen kann dann eine Straftat darstellen. Betroffen sind hier z.B. Butterflymesser.

Neben den rechtlichen Aspekten gibt es aber noch andere Gründe, die gegen ein Messer sprechen. Nur bei gutem Training kann ein Messer sicher gehandhabt werden. Da die Messerträger diese Kenntnisse oft nicht besitzen, ist es besonders gefährlich ein Messer einzusetzen. Letztendlich kann ein Messer nämlich immer gegen den Angegriffenen eingesetzt werden. Dann wird die vermeintliche Sicherheit zu einer echten Gefahr und der Angreifer kann sich einen Vorteil erarbeiten!

Zu guter letzt ruft ein Messer quasi immer große Verletzungen hervor. Dies führt zu erheblichen Problemen bei einer anschließenden Gerichtsverhandlung. Im schlimmsten Fall wird das Opfer strafrechtlich verurteilt (Geld oder sogar Freiheitsstrafe) und zusätzlich drohen zivilrechtliche Forderungen (Schmerzensgeld). Sie sollten es deshalb vermeiden, ein Messer zum Zwecke der Selbstverteidgung mit sich zu führen.

11 Responses to “Messer”

  1. […] Thema kürzlich unter die Lupe genommen. Messer zur Selbstverteidigung sind gefährlich für alle. Kurz zusammengefasst ist es eine Gefahr für den Angegriffenen als auch […]

  2. Hallo,

    ich stimme zu, dass man sich mit einem Messer schneller rechtliche Probleme einhandelt, als mit einem Tacitcal Pen, Kubotan, Pfefferspray, etc..
    Auch das mit den großen Verletzungen ist nicht anzuzweifeln, ein Messer ist zerstörend.

    Allerdings möchte ich sagen, dass absolut JEDE Waffe in einem realen Angriff gegen das Opfer verwendet werden kann. Wichtig ist, dass man die Waffe, die man zur Selbstverteidigung wählt, kennt. „Ziehen“, Öffnen (wenn nötig wie z.b. bei einem Einhandmesser oder Pfefferspray), und der Einsatz gegen den Angreifer müssen gelernt sein. Das betrifft alle Waffen, nicht nur ein Messer.

    Sie sagen der Messerumgang muss gut trainiert sein.
    Da stimm ich, wie schon erwähnt zu, aber das ist kein schlagendes Argument gegen das Messer zur Selbstverteidigung, denn dann müsste von diesem Punkt her auch das Pfefferspray abgelehnt werden, oder der Druckstock.

    Ich behaupte, dass ein Laie in einer Ernstsituation unter Stress sich eher mit dem Messer verteidigen kann, als mit Pfefferspray oder Druckstock.
    DENN wildes Herumgesteche mit dem Messer im Gerangel verursacht massive Wunden, egal wo es trifft.
    Jeder kann mit einem messer stechen, dazu bedarf es keiner Übung. (Geben sie jemanden ein Messer und sagen es soll auf ein Kissen einstechen – sie werden sehen, das Kissen wird zerflettert sein) Wenn es trifft ist der Kampf meistens entschieden.

    Mit dem Druckstock muss man da schon etwas gezielter arbeiten. Durch Schläge oder Drücken auf wahllose stellen ist sehr ineffektiv.
    Um wirkung zu erzielen muss auf den kopf oder hals geschlagen werden. Auch wenn es unter einer Trainingssituation schmerzen mag, ein aggressiver Angreifer mit Adrenalin im Blut wird diesen eher leichten Schmerz (im Vergleich zu einem Messerstich) kaum bemerken und weiterhin angreifen.
    Sprich hier ist (eig) mehr Training von nöten.

    Beim Pfefferspray muss das Zielen geübt werden, ganz klar. Ist aber im Nahkampf schwer einzusetzen, da man sich auf kurze Distanz selbst in Gefahr bringt.

    Soweit meine Meinung dazu.

    Stephan 😉

  3. Messer sind die Waffen, die neben (leider illegalen) Schlagringen am ehesten an die natürliche Kampfesweise der Menschen angepasst sind. Bei Pfefferspray muss entweder viel trainiert werden, oder man muss sich vor dem eigentlichen Angriff bereits vorbereitet haben (selten möglich). bei einem Messer muss nur das Ziehen/öffnen geübt werden. alles andere kommt intuitiv.

  4. Natürlich sind Messer gefährlich, aber schon der Anblick eines M.wirkt auf viele Angreifer abschreckend. Ich riskiere auch lieber eine Anzeige wg. Körperverletzung,als
    daß ich bei der Beerdigung den Toten spiele!

  5. Was hat das noch mit Rechtsstaat zu tun, wenn der Angegriffene sich erfolgreich wehrt?!
    Armes Deutschland!
    Eine Ganovenrepublik … (Zitiert nach Prof. J. Wiesner : vom Rechtsstaat zum Fausrechtsstaat …)

    Ich selber habe auch schon von der Polizei ähnliche auskünfte bekommen.
    Wörtlich: „Naja, im Zweifelsfalle müssen sie sich eben zusammenschlagen lassen.“
    Ja, gehts noch?!

    Die schützen doch die Falschen – und das planmäßig!

    Es wird höchste Zeit, daß sich in der Justiz etwas GRUNDLEGEND ändert, wenn sie sich nicht selber überflüssig machen und die Rechtsstaatsidee unheilbar in Verruf bringen will …
    Hella

  6. nichts, aber auch nichts geht über das gute alte messer! Klein, handlich und wahnsinnig effektiv. Und dein argument das der umgang geübt sein muss ist ja totaler schwachsinn. Jeder mensch der schon mal eine scheibe brot oder wurst geschnitten hatt kann sich auch mit einen messer verteidigen!

  7. Badaboom Badabang. Im Kampf ums eigene Leben helfen herkömmliche Selbstverteidigungswaffen genauso wenig wie die Rechte die man hat. Deswegen bevorzuge ich ein KA-BAR mit 7 Zoll langer Kilnge und wenn ichs aus dem Händen verliere oder zum Boden gezerrt werde, kommt ein kompaktes Klappmesser ins spiel. So fern mir kein ganzer Mob oder ein großer Brocken ans Leder geht, lasse ich die Fäuste sprechen oder schrecke diese hirnlosen Bastarde mit meinen Utensilien ab. Dennoch hat man noch immer die Möglichkeit zu fliehen so fern es geht.

  8. In meinem Kampfsportverein habe ich den Unterschied zwischen wirklichem Messerkampf und bloßem Herumgestochere lernen können. Untrainiert ist man gegen Messerstecher chancenlos.

    Die Kulturbereicherer tragen allesamt Messer (besonders die verbotenen Modelle) bei sich und springen üblicherweise zu fünft auf einen „Schweinefresser“. Sich da mit einem Klappmesserchen verteidigen zu wollen, ist illusorisch!

  9. Ein Messer ist im Fall der Selbstverteidigung immer eine schlechte Wahl. Die Aufhaltewirkung ist gering, der Täter wird auch durch einen evt. später tödlichen Stich nicht sofort kampfunfähig. Da gibt es Besseres z. B. Pfefferspray oder Schaum, wirklich gut ist aber leider nicht ganz billig ist Guardian angel…. und immer ein tactical pen…

  10. Klar kann ein Messer den Angreifer schwer verletzen und rechtliche Konsequenzen haben,ABER:
    1.(Zitat meines Selbstverteidigungstrainers) lieber heult seine mutter als deine
    2.rechtliche Konsequenzen sind zwar schlecht aber besser als tot oder Krankenhaus

  11. Warum Messer mitnehmen? 1. Ist Pfefferspray erlaubt, auch in der Selbstverteidigung (darf in der Tasche immer bei sich geführt werden) 2. Ist die Gefahr, dass jemand nachher doch irgendwie recht bekommt recht groß, da mit einem Messer oft lebensbedrohliche Wunden entstehen.

    Kauft euch also Pfefferspray, b.z.w Gel.
    Kostet 5 Euro 😀

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